Unser Repertoire reicht von traditionellen Gospelliedern über Blues und
Jazz beeinflusste Lieder bis hin zu Stücken mit Einflüssen aus dem
Pop. Wir singen ruhige Balladen, Worship-Songs und schnelle Rhythmen.
"Praise Ye The Lord" dirigiert von Trini Massie
beim Jubiläumskonzert 2008
Aktuelles Repertoire für Engagements
Abba Father
Amazing Grace
Can't Nobody Do Me Like Jesus
God Can
God Is
Hallelujah, Salvation and Glory
Holy Is The Lamb
I Will Follow Him
Jesus Is The Answer
Jesus We Adore You
Oh Happy Day
Oh Mary Don't You Weep
Praise Ye The Lord
Shout To The Lord
Your Raise Me Up
Was sind Gospelsongs?
Was wir heute unter einem Gospelsong verstehen, ist ein Produkt verschiedenster
Einflüsse: Afrikanische Rhythmen und Gesangstraditionen wie der "Call
and Response" verbanden sich mit Texten aus der Bibel, Jazzharmonien reicherten
die traditionellen Melodien an, und so entstand über Jahrhunderte der mitreissende
"Black Gospel", dem auch wir uns verschrieben haben. Ein kleiner Blick
zurück in die Geschichte:
Als die portugiesischen und spanischen Kolonisten im 17. Jahrhundert afrikanische
Leibdiener mit nach Amerika nahmen, war ihnen auch daran gelegen, diesen die
eigene Kultur nahe zu bringen - ihre Sklaven zu zivilisieren und sich selbst
anzugleichen. Aus diesem Grund wurden viele Schwarze in so genannten "camp
festivals", grossen evangelistischen Veranstaltungen, zum christlichen
Glauben bekehrt. Erstaunlicherweise nahmen die Schwarzen den Glauben ihrer Herren
bereitwillig an - sei es, weil ihnen das verheissene ewige Leben Mut gab, ihren
schweren Alltag durchzustehen, sei es, weil sie sich mit dem Volk Israel identifizierten,
das wie sie selbst eine Zeit in der Sklaverei erlebt hatte: Die Schwarzen fassten
im Glauben an Jesus Christus Mut, Kraft und ein Bewusstsein für den eigenen
Wert, der sich später in der Bürgerrechtsbewegung ausdrückte.
Die ihnen angeborene Musikalität und das ausgeprägte Rhythmusgefühl
brachten die Schwarzen nun auch mit in die Kirche: Ähnlich ihren improvisierten
"field songs", die sie während der Arbeit sangen, entwickelte
sich aus mancher Predigt ein Lied, das mündlich weitergegeben wurde und
später Eingang in manches Gesangsbuch fand. Diese "Negro Spirituals"
erzählten vorwiegend Geschichten aus dem alten Testament, mit Vorliebe
den Weg des Volkes Israel aus der Sklaverei.
Nachdem die Sklaverei in Amerika abgeschafft wurde; begann ein neues Kapitel
schwarzer Geschichte. Musikalisch fanden mit dem Aufkommen des Jazz neue Harmonien
Eingang in die schwarze Kirchenmusik; auch moderne Instrumente reicherten die
Arrangements an. Auch der Inhalt der Lieder veränderte sich: Da die Schwarzen
des 20. Jahrhunderts sich nicht mehr in dem Masse mit dem versklavten Volk Israel
identifizierten, sangen sie in ihren Liedern vorwiegend aus dem Neuen Testament,
und über das Leben, den Tod und die Auferstehung ihres Herrn Jesus Christus.
Und da Evangelium im Englischen "Gospel" heisst, spricht man seit
dieser Zeit nicht mehr vom Negro Spiritual, sondern vom "Gospel Song".